Christa, seit der letzten Vorstandswahl im Mai d.J. bist Du für die DAJV Alumni Activities verantwortlich. Als Alumni werden insbesondere ehemalige Studierende angloamerikanischer oder auch deutscher Hochschulen bezeichnet. Deine Initiative richtet sich aber keineswegs an ehemalige DAJV Mitglieder, oder?

Jeder von uns, der in Amerika studiert hat, kennt den Begriff Alumni und viele halten über ihre jeweilige regionale Alumni Gruppe in Deutschland lange Jahre Kontakt zu ihrer amerikanischen Universität und ehemaligen Kommilitonen. Daran knüpfen die DAJV Alumni Activities an. Wir wollen diejenigen DAJV Mitglieder aktiv einbeziehen, die bereits sehr lange Mitglied in unserer Vereinigung sind und dies auch weiter bleiben wollen. Dazu zählen u.a. viele ehemalige Vorstandsmitglieder und auch Mitglieder, die weiter beruflich oder ehrenamtlich aktiv sind.

Um welche Aktivitäten geht es bei den DAJV Alumni?

Wir wollen in der DAJV die Beziehungen der Alumni zu unserer Vereinigung und zwischen den Alumni erhalten und stärken. Das Netzwerk der Alumni soll dazu beitragen, dass Alumni für jüngere Mitglieder in der Vereinigung zugleich Vorbild, Inspiration und Ratgeber sein können.

Warum gibt es in der DAJV Alumni Activities erst jetzt?

Die DAJV ist aus einem professionell und freundschaftlich eng verbundenen Kreis ehemaliger LL.M. Studenten amerikanischer Hochschulen entstanden. So gesehen ist die DAJV selbst eine „Alumni Vereinigung“. Als die DAJV in den Aufbaujahren stark an Mitgliedern zunahm, wurde der Wunsch nach stärkerer Berücksichtigung speziell der Anliegen von Studenten und Young Professionals laut. Nach Gründung der Student Division und der Gruppe der Young Professionals haben sich die Aktivitäten der DAJV auf die Bedürfnisse der jüngeren Mitglieder konzentriert. Erst mit der Feier zum 40jährigen Bestehen der DAJV und dem Ableben unseres Gründungsvaters, Prof. Reimer von Borries, und unserer ersten Geschäftsführerin, Ursula Dietzel, wurde deutlich, dass die DAJV viele langjährige Mitglieder hat, die wir weiter aktiv in das Vereinsgeschehen einbinden wollen.

Was hat Dich inspiriert, Dich für die DAJV Alumni einsetzen zu wollen?

Mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass nur wenige langjährige Mitglieder der DAJV an den Veranstaltungen teilnahmen. Das fand ich immer sehr schade, weil so ein großer Erfahrungsschatz für die jüngeren Mitglieder verlorenging. Konkreter Anlass war dann das Ableben von Prof. Reimer von Borries, der meinen Weg in der DAJV über viele Jahre begleitet und gefördert hat. Ich denke, dass die meisten Vereine – auch die DAJV – auf eine ausgeglichene Altersstruktur angewiesen sind. Gerade die langjährigen Mitglieder sind oft gewillt, „dabei zu bleiben“. Und auch jüngere Mitglieder werden möglicherweise wieder die Vorteile entdecken, die aus langfristigen Bindungen entstehen. Dies möchte ich durch Alumni Aktivitäten unterstützen.

Was ist als nächstes für die Alumni geplant?

Nachdem wir uns zunächst mit der Würdigung der Verdienste von Reimer von Borries und dem Einsatz von Ursula Dietzel für die deutsch-amerikanische Verständigung befasst haben, möchten wir ein Alumni Netzwerk aufbauen und erkunden, welche konkreten Wünsche Alumni an uns herantragen. Zudem wollen wir die Geschichte der DAJV auf unserer Webseite weiterentwickeln.

Warum meinst Du, dass gerade Du für die Alumni Arbeit in der DAJV geeignet bist?

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied der DAJV. Geworben hat mich mein damaliger Doktorvater, Prof. Ulrich Drobnig, der damalige Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg. Im DAJV Vorstand habe die Funktion der Schatzmeisterin, der 2. stellv. Vorsitzenden und der Co-Leiterin der ARIM-Fachgruppe wahrgenommen. Viele der DAJV Alumni dürfte ich persönlich kennen. Ich denke, die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren wird uns allen Freude machen.

Wie nimmt man zu Dir Kontakt auf?

Meine Kontaktdaten befinden sich auf der DAJV Webseite unter der Rubrik Vorstand.

 

 

Dr. Christa Pfeil-Kammerer ist langjährig aktives Mitglied der DAJV. Nach ihrer juristischen Ausbildung in Hamburg, Genf und Brüssel schloss sie ihr Studium mit einem LL.M. der Indiana University Law School ab und war mehrere Jahre am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg tätig. Ihr beruflicher Werdegang führte sie in das Bundesministerium für Wirtschaft, die Europäische Kommission und zuletzt in das Bundeskartellamt.